Schloss Neuschwanstein

    Es gibt einige schöne Schlösser in Deutschland, doch eines ist besonders schön. Das weltbekannte Schloss Neuschwanstein. Das Schloss ist ein wahres Märchenschloss. Es wurde 1869 von König Ludwig II in Auftrag gegeben. Zu dem Bedauern des Königs war das Schloss aber selbst an seinem Todestag noch nicht fertig gestellt. Der König verstarb im Jahr 1886. Nur 6 Wochen nach dessen Ableben wurde das Schloss Neuschwanstein für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Bauarbeiten am Schloss wurden erst im Jahr 1892 beendet. Noch heute erfreut sich das Schloss einer großen Beliebtheit und wird jährlich von circa 1,5 Millionen Menschen besucht.

    Das Schloss Neuschwanstein wurde mit der Backsteinbauweie errichtet und anschließend mit anderen Gesteinsarten verkleidet. Durch diese Bauweise und vor allem durch den weißen Kalkstein, mit dem die Fassade des Schlosses verkleidet worden ist, erhält das Schloss seinen heutigen Charme.

    Marienbrücke

    Die beste Möglichkeit anzureisen ist mit dem Auto. Der Parkplatz ist kostenpflichtig. Für den ganzen Tag zahlt man am Parkplatz P1 und P3 8,00 €. Auf dem Gelände gibt es verschiedene Parkplätze. Hier könnt ihr die aktuellen Preise und eine Karte des Geländes einsehen.

    Der Aufstieg zum Schloss ist steil, aber machbar. Wer nicht gut auf den Füßen ist kann sich in eine Kutsche setzen und sich nach oben zum Schloss bringen lassen. Das kostet aber. Der Fußweg dauert nicht allzu lange. Nach 40 Minuten hat man den Eingang des Schlosses erreicht. Hier kann man dann in das Schloss hinein gehen und die prachtvollen Innenräume besichtigen.

    Wir gingen auf direktem Weg vorerst weiter zur Marienbrücke. Diese ist weitere 15 Minuten Fußweg entfernt. An der Marienbrücke tummeln sich viele Touristen, denn alle wollen das berühmte Foto des Schlosses machen. Von der Brücke aus hat man einen tollen Blick auf Neuschwanstein, was natürlich kein Geheimnis ist. Die Brücke ist nach der Mutter des Königs benannt worden, Königin Marie von Preußen. Folgende Bilder sind von einem offiziellem Fotospot ein paar Meter nach der Brücke gemacht worden.

    Wir entschlossen uns noch ein Stückchen weiter zu gehen. In der Hoffnung abseits der Touristenmassen einen tollen Fotospot mit Blick auf das Schloss zu finden. An diesem wollten wir dann auch unser mitgebrachtes Essen in aller Ruhe essen. Tatsächlich haben wir das auch geschafft 🙂

    Läuft man nach der Marienbrücke ungefähr 10 Minuten weiter kommt man zu einer kleinen Abzweigung. An der Abzweigung kann man entweder weiter den „normalen“ Weg gehen oder, wie wir es getan haben, nach links einbiegen. Anschließend läuft man ein Stück weit steil den Berg nach oben. Ist man oben angekommen, darf man sich nicht abschrecken lassen. Man muss einfach immer weiter den Trampelpfad entlang gehen. Auf den ersten Blick guckt es nicht so aus, als würde hier noch ein nettes Plätzchen warten. Das irrt – das Plätzchen was es zu finden gibt ist großartig. Der Blick auf Schloss Neuschwanstein unbezahlbar. Das ist zwar kein offizieller Weg, aber mit gutem Schuhwerk definitiv machbar 🙂

    Auf den folgenden Bildern könnt ihr die grandiose Sicht auf das Schloss sehen. Das Beitragsbild (ganz oben) ist direkt auf der Marienbrücke gemacht worden.

    Innenräume / Pöllatschlucht

    In und um das Schloss gibt es vieles zu Besichtigen. Die Innenräume von Schloss Neuschwanstein sind prunkvoll und pompös, wie es eines Königs würdig ist. Vor dem Tod des Königs wurden von den gesamten 200 Räumlichkeiten im Schloss nur 20 fertiggestellt. Mehrmals täglich finden Führungen durch das Schloss statt. Bei den Führungen werden viele der damals schon fertigen Räume gezeigt.

    Das Wesen Neuschwansteins ist auf die Theaterwelt zurück zu führen und auch die Innenräume richten sich nach diesem Wesen. Der Architekt des Schlosses Christian Jank war zuvor Bühnenmaler. Diesem Aspekt ist wahrscheinlich der märchenhaften Charakter des Schlosses verschuldet. Aus seiner früheren Tätigkeit bezog der Architekt die Inspirationen für das heutige Schloss Neuschwanstein. Die Ticketpreise variieren je nachdem ob man sich die Tickets vorab online kauft oder erst vor Ort. Die genauen Preise könnt ihr hier einsehen.

    Wer Lust auf eine Wanderung rund um das Schloss hat, der sollte sich die Pöllatschlucht ansehen. Die Pöllatschlucht liegt unterhalb des Schlosses. Die Pöllat ist ein kleiner Gebirgsbach. Er fließt in das Tal des Ortes Hohenschwangau. Der Gebirgsbach hat sich durch die Pöllatschlucht seinen Weg gebahnt. Die Schlucht ist ein beeindruckendes Naturspektakel.

    Es gibt sogar einen Wanderweg durch die Pöllatschlucht zum Schloss Neuschwanstein hoch und über den „normalen“ Weg wieder zurück zum Parkplatz. Dieser ist absolut empfehlenswert, wenn man sich die Schlucht angucken möchte. Natürlich geht das alles auch andersherum. Entscheidet man sich für den Wanderweg über die Pöllatschlucht ist man in Summe 1 Stunde und 15 Minuten unterwegs.

    Die Marienbrücke dient als Überquerung der Schlucht. Blickt man von ihr aus nach unten sieht man also auch die Pöllatschlucht.

    Wart ihr schon mal zu Besuch in Bayern und habt euch in das Märchen – Schloss Neuschwanstein – versetzen lassen? Erzählt uns doch in den Kommentaren von euren Erlebnissen rund um das Schloss.

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